Am Mittwoch, dem 27. Mai besuchte Apostel Opdenplatz den Bezirk Trier. Dem Gottesdienst lag das Wort aus 1. Korinther 3,16 zu Grunde.
Zu Beginn des Gottesdienstes schilderte der Apostel eine Begebenheit, die er beobachtete. Er sah ein Kind, das vor einem Tisch mit Getränken stand. Es griff nach einer Flasche, begutachtete sie, stellt sie enttäuscht zurück und kommentierte, „Es gibt keinen Flaschenöffner“. Der Apostel übertrug diese Aussage auf die versammelte Gemeinde und stellte die Frage: „Haben wir einen Öffner, um das Evangelium zu verstehen?“ Die Liebe, ist der Öffner! Sie ermöglicht es uns, das Wirken Gottes zu verstehen und die Hinweise aus dem Heiligen Geist aufzugreifen und in unser Leben einzubauen. Der Apostel griff den Gedanken des Stammapostels aus dem Pfingstgottesdienst auf, dass die Art und Weise, wie wir mit dem Schwachen umgehen, die Gegenwart Christi in unserer Mitte bezeugt.“
Der Apostel zitierte das Wort Jesu aus Mt. 25,40: "Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." Wer einen anderen als schwach ansehe, müsse sich bewusst machen: Die Weise, wie er diesen Menschen behandle, betreffe Christus selbst.
Der Apostel erinnerte die Gemeinde an ihre geistliche Identität. Wir kommen zu den Gottesdiensten zusammen, bilden hier eine besondere Gemeinschaft und wissen, Gott ruft dich und er ist gegenwärtig! Gott Vater sagt dir: „Du bist mein Kind!“ Jesus Christus sagt dir: „Ich habe für dich das Opfer gebracht!“ Der Heilige Geist stärkt dich und gibt dir Sicherheit. Er stellt die Frage in den Raum: „Ist dies für uns ein festes Wissen?“ Jesus als 12-jähriges Kind im Tempel fragte seiner Mutter „Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem was meines Vaters ist?“. Er gab der Gemeinde den Rat, es sich immer wieder bewusst zu machen, welche Bedeutung unser Glaube für uns hat.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls empfing ein Kind die Gabe des Heiligen Geistes. Der Apostel unterstrich in der Ansprache an die Eltern, dass Gott seine Hand stets über uns hält, uns stärkt, tröstet, uns immer nahe ist. Er gab den Eltern den Rat, ihrem Kind immer wieder zu erzählen, wie groß Gottes Liebe ist.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls fanden zwei Ordinationen statt. Diakonin Sonja Hillen aus der Gemeinde Traben-Trarbach wurde in das Amt einer Priesterin ordiniert und Schwester Nicole Stüber aus der Gemeinde Trier in das Amt einer Diakonin. Apostel Opdenplatz gab den Schwestern drei Begriffe aus einem der Lieder mit, die zu der Feier des Heiligen Abendmals gesungen wurden (GB 204): Glaube – Liebe - Hoffnung und bezog diese auf die Bibelstelle aus 1. Kor. 13,13 „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
1. Juni 2026
Text:
Thomas Stüber
Fotos:
Gernot Surges
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