Apostel Opdenplatz hatte für Ende Januar kein Visum für eine Pastoralreise nach Afrika bekommen. Daher war der Termin am 29. Januar 2025 frei, um eine Gemeinde in Rheinland-Pfalz zu besuchen. Da brauchte er kein Visum. Seine Wahl fiel auf die Gemeinde Trier. Und die Glaubensgeschwister in Trier und Umgebung freuten sich auf den kurzfristig angesetzten Besuch.
Er diente mit einem Wort aus Apostelgeschichte 16, die Verse 14 und 15: „Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, eine Gottesfürchtige, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber mit ihrem Hause getauft war, bat sie uns und sprach: Wenn ihr anerkennt, dass ich an den Herrn glaube, so kommt in mein Haus und bleibt da. Und sie nötigte uns.“
Bis hierher hat der Herr geholfen
Der Chor sang das Lied Nr. 98 aus dem Chorliederbuch „Bis hierher hat der Herr geholfen“. Darauf ging der Apostel ein. Er berichtete, dass er einen Seelsorgebesuch bei einem Bezirksältesten in Ruhe durchführte. Dabei erfuhr er, dass der Bezirksälteste einen Tag zuvor Geburtstag hatte und 93 Jahre alt wurde. Trotz des Alters konnte er nur Rühmen und Preisen und zitierte auch das eben vom Chor gesungene Lied.
Monatliche geistliche Impulse
Unser „neuer“ Bezirksapostel hat eine Neuerung eingeführt. Er gibt jeden Monat neu geistliche Impulse raus. Und die werden jeden Monat von einem andren Apostel erstellt. Für den neuen Monat waren es die drei Begriffe:
- Eingangskontrolle
Kontrolliere, was du in Dein Herz lässt. Wenn dir jemand etwas Schlechtes über andere erzählen will, dann stoppe ihn. - Ausgangskontrolle
Es ist zwar wichtig, was in dein Herz reinkommt, aber vielleicht sogar noch wichtiger, was rauskommt aus deinem Mund. - Motivationskontrolle
Wie steht es bei dir mit der Liebe zum Nächsten?
Diese Begriffe wurden uns von Apostel Otten gegeben.
Nun zum Textwort
Die ersten Christen waren Menschen wie du und ich. In Philippi war die erste christliche Gemeinde auf europäischem Boden. Lydia war eine gläubige Christin. Und in der Gemeinde waren viele Lydias, also gläubige Frauen. Der Apostel betonte, dass Glauben nicht aus der Leistung kommt. Glaube ist vielmehr Gnade. Das geht so: Gott schenkt uns sein Wort, wir hören zu. Er öffnet mit seinem Wort Herz und Glaube. Und so wurde auch Lydia und ihr ganzes Haus getauft.
Damit kam der Apostel auf das Eingangslied 378 (Ich schäme mich des Heilands nicht), wo es in einem Vers heißt:
Ja, ich bekenne: Jesus ist der Grund, auf dem ich steh, das Ziel, nach dem mein Auge blickt, der Weg, auf dem ich geh.
Auch heute den Herrn bekennen
Dem Apostel kam auf der Straße eine Frau entgegen, die sich offenbar verlaufen hatte. Sie wollte in ein Krankenhaus, der Ort hat aber zwei. Nachdem geklärt war, welches Haus gesucht wurde, kam der Apostel mit der Frau in ein intensives Glaubensgespräch, aus dem die Frau herausging mit der Aussage „Sie haben mir heute das Leben gerettet.“
Stammapostel Schneider hat im letzten Jahr klargestellt: „Glaube ist Bekenntnis.“
Predigtbeitrag
Diakonin Backes wurde zum ersten Predigtbeitrag gerufen. Sie hatte am Abend vorher mit ihrer Tochter im Buch des Apostel Paulus gelesen bis knapp vor die Stelle, die in diesem Gottesdienst von Apostel Opdenplatz verarbeitet wurde. Für sie war das ein besonders schönes Glaubenserlebnis. Sie rief dazu auf, wie Paulus und Lydia den Mund aufzutun und sich von Gottes Geist leiten zu lassen, getreu dem Jahresmotto: „Es ist Zeit, Gutes zu tun“
Apostel Opdenplatz ergänzte: Jeder hat seine Gaben, wie er Christus bekennt.
Mutter Theresa wurde einmal von einem Amerikaner dabei beobachtet, wie sie einem schwer Verwundeten seine Wunden auswusch und desinfizierte. Der Amerikaner ging zu ihr hin und meinte: „Das würde ich nicht für 1.000 Dollar zu tun.“ Darauf entgegnete Mutter Theresa: „Ich auch nicht.“
Abendmahl und Ende des Gottesdienstes
Priester Urban wurde zum zweiten Predigtbeitrag gerufen, um die Gemeinde auf das Heilige Abendmahl vorzubereiten.
Nach dem Heiligen Abendmahl folgte das Schlussgebet mit Segen und das kraftvolle (Aussage des Apostels) Schlusslied aus dem Chorbuch Nr. 267: „Jauchzet und singet“.
Zum Schluss wandte sich der Apostel noch an die Teilnehmer, die per IPTV und Telefon zugeschaltet waren.
Eingeladen waren die Gemeinden Bitburg, Hermeskeil, Konz, Mertesdorf, Prüm und Traben-Trarbach.
Der Gottesdienst wurde umrahmt von einem Instrumentalensemble und einem gemischten Chor, gebildet aus den Sängerinnen und Sängern der eingeladenen Gemeinden.
Nach dem Gottesdienst konnten sich alle Anwesenden persönlich von den Amtsträgern verabschieden.
29. Januar 2025
Text:
Johannes Rammelmann
Fotos:
Johannes Rammelmann
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