Den Gottesdienst in Bitburg am 15. Februar 2026 werden die Teilnehmenden wohl nicht so schnell vergessen. Ein Gottesdienst mit den Glaubensartikeln als roter Faden und einer Ruhesetzung.
Grundlage des Gottesdienstes , den Apostel Gert Opdenplatz leitete, war ein Wort, mit dem Stammapostel Jean Luc Schneider in Kenia vor einigen Tagen einen Gottesdienst durchführte. Das Wort finden wir in Hebräer 11,3 „Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.“
Topaktuelles Chorlied
Nach Verlesen des Wortes sang der Chor das Lied „Heute, heute, so ihr seine Stimme höret“. Darauf ging der Apostel besonders ein. Diese Worte sind entnommen dem Psalm 95,7-8 „Wenn ihr doch heute auf seine Stimme hören wolltet: Verstocket euer Herz nicht“. Es sind alte Worte, einige hundert Jahre alt, und doch topaktuell. Das Heute gilt nicht für die alte Zeit, sonder für Hier und Heute im 21. Jahrhundert.
Der erste Glaubensartikel
Nun begann der Apostel mit der Aufarbeitung des Textwortes. Er erinnerte daran, dass viele der Anwesenden im Konfirmandenunterricht die zehn Glaubensartikel und deren Inhalt gelernt haben. Insbesondere den ersten Glaubensartikel: „Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.“
Die sichtbare und die unsichtbare Welt
Wenn wir so ein Riesenwerk sehen wie z.B. die BASF, da wird viel hergestellt und geschaffen. Das machen Menschen unter Zuhilfenahme von Maschinen und Anlagen. Gott braucht in seiner unendlichen Macht keine Maschinen; sein Wort genügt. Das müssen wir glauben. Gott hat die sichtbare Welt geschaffen, die wir einfach sehen können. Die unsichtbare Welt hat er auch geschaffen, dazu gehört auch unsere lebendige Seele. So hat er auch die für uns noch unsichtbaren Bereiche geschaffen, wie z. B. das Reich der Toten. Jesus ist Mensch geworden. Nach seiner Himmelfahrt war er im unsichtbaren Reich Gottes der erste Mensch. Wir Menschen dürfen ihm dahin am Tag der ersten Auferstehung folgen.
Priester Fernand Steffen
Der bisherige Gemeindevorsteher Fernand Steffen wurde zu einem letzten Predigtbeitrag vor seiner Ruhesetzung gerufen.
Nach dem heiligen Abendmahl wurde Priester Fernand Steffen nochmals an den Altar gerufen – diesmal zur Ruhesetzung. Der Apostel las einige Daten der Stationen vor, davon 15 Jahre als Vorsteher der Gemeinde Bitburg. So weit ihm bekannt ist, dürfte Priester Steffen wohl der einzige luxemburgische Gemeindevorsteher in Deutschland sein. Nun wurde der Apostel wieder ernst und wies darauf hin, das Priester Steffen in seinem Umfeld ein bekennender neuapostolischer Christ ist. So gab er ihm ein Wort aus der Bibel mit, das im Lukas-Evangelium zu finden ist. Da heißt es in Kapitel 12, Vers 8: „Wer mich bekennt vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes.“
Zum Abschied gab es Blumen und Präsente von der Leitung des Bezirks Trier.
Nach Gebet und Schlusssegen folgte eine weitere Überraschung der Gemeinde Bitburg. Dem scheidenden Vorsteher wurde ein Fotobuch mit den Stationen seiner Amtstätigkeit überreicht, das als Präsentation auf dem Fernseher abgespielt wurde. Hintergrundmusik war eines seiner Lieblingslieder – Stern, auf den ich schaue.
In den Ruhestand begleitet wurde er von den Vorstehern des Bezirks Trier, deren Partnerinnen, der Gemeinde Prüm und dem früheren Vorsteher aus Luxemburg, Hirte i.R. Kandel. Ebenfalls aus Luxemburg angereist war Apostel i.R. Clement Haeck.
Alle Teilnehmenden hatten anschließend die Möglichkeit sich von dem „neuen“ Ruheständler zu verabschieden.
15. Februar 2026
Text:
Johannes Rammelmann
Fotos:
Johannes Rammelmann
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