Der 9. Februar 2025 war für die Eifelgemeinden ein besonderer Festtag. Apostel Gert Opdenplatz hielt einen Gottesdienst in der Kirche Bitburg für die Gemeinden Bitburg und Prüm sowie für die aus dem Bezirk Trier verfügbaren Gemeindevorsteher.
Als Textwort diente aus der Bibel Lukas 8, 18 „So seht nun darauf, wie ihr hört; denn wer da hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er meint zu haben.“ Nach Verlesen des Textwortes sang der Chor aus dem Chorbuch das Lied 266: Jauchzet Gott, alle Welt.
Zu Beginn seiner Predigt ging der Apostel auf das Lied ein, und zwar auf die Textpassage „Erkennet den Herrn als die Lieb und das Licht“. Das meint unser vorgelesenes Wort: er zeigte auf die Augen „So sehet nun darauf“ und zeigte auf die Ohren „wie ihr hört“. Das „wie“ ist entscheidend. Man kann auch mit den Augen hören.
Gottes Wort ist universell
Wir sind heute Morgen geschätzt insgesamt über Tausend Kilometer gefahren. Warum? Um den Willen Gottes zu erfahren. Jeder kommt aus anderen Verhältnissen. Der Eine ist reich, der andere ist arm. Der Eine ist gesund, der andere ist krank. Gottes Wort ist für jedermann. Und jeder nimmt aus dem Gottesdienst etwas Anderes mit. Für jedermann? Ich bin ein besonderer Fall meinen manche, so der Apostel. Nein, Gottes Wort ist universell.
Das Vierfache Ackerfeld
In der Bibel lesen wir das Gleichnis vom Vierfachen Ackerfeld. Es steht unmittelbar vor dem vorgelesenen Textwort. Da ist die Rede von vier verschiedenen Zuständen des Ackers, die genau die Zustände vergleichen mit dem Zustand der Möglichkeit der Aufnahme des Wortes, das vom Altar kommt und dem Zustand der Seele. Um das zu erläutern, wird das Vierfache Ackerfeld aus der Bibel am Schluss des Artikels als Fließtext zitiert.
Das Opfer und seine Möglichkeiten
Der Apostel kam auf das Opfer zu sprechen. Hier und da wurde schon mal die Behauptung aufgestellt: Wenn du opferst, wirst du reich und bleibst gesund. „Das ist völliger Quatsch“ stellte der Apostel klar. Sicher freut man sich über „Segen“. Aber sich Segen erkaufen? Das geht nicht. Gott sieht das Herz an.
Wie hörst du das Wort Gottes, was nimmst du mit?
Der Apostel berichtete davon, dass er als junger Bischof mit Bischof Teufel im Senegal war. Der Sonntags-Gottesdienst stand an, und Bischof Teufel erkrankte. Also musste der junge Bischof den Gottesdienst durchführen, und der konnte nur ein wenig Französisch, das Geschäfts-Französisch. Entsprechend verlief der Gottesdienst. In der Gemeinde saß vorne eine junge Frau, eine Studentin, die die ganze Zeit lachte. Nach dem Gottesdienst kam der junge Bischof mit ihr ins Gespräch und sie sagte ihm (in Englisch) ganz offen, dass die Predigt eine Katastrophe war. Als der junge Bischof ihr den ganzen Sachverhalt erklärte, schaute sie ihn ungläubig an und meinte, dann sei aber die Predigt doch ein richtiges Wunder. Diese Frau wurde später versiegelt und ist heute n och ein treues Mitglied in der Gemeinde.
Darauf folgt dann die Frage für alle: Was nimmst du heute aus diesem Gottesdienst mit?
Zu einem Predigtbeitrag wurde zunächst Bezirksältester Jürgen Raudzus gerufen.
Danach rief der Apostel den Vorsteher der Gemeinde Bitburg, Priester Fernand Steffen. Der hatte im Chor gesessen. Kurzerhand nahm der Apostel diesen Platz ein und sang das vorbereitende Lied tatkräftig mit.
Der Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt vom gemischten Chor und einem Instrumental-Ensemble.
Zum Schluss konnten sich alle Teilnehmenden persönlich vom Apostel verabschieden.
EXTRA: Das Gleichnis Jesu vom Vierfachen Ackerfeld (Lukas 8, 5-17)
Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen's auf. Und anderes fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. Und anderes fiel auf das gute Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht.
Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Es fragten ihn aber seine Jünger, was dies Gleichnis bedeute. Er aber sprach: Euch ist's gegeben, zu wissen die Geheimnisse des Reiches Gottes, den andern aber ist's gegeben in Gleichnissen, dass sie es sehen und doch nicht sehen und hören und nicht verstehen.
Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber an dem Weg, das sind die, die es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels sind die: Wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Sie haben aber keine Wurzel; eine Zeit lang glauben sie, und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Was aber unter die Dornen fiel, sind die, die es hören und gehen hin und ersticken unter den Sorgen, dem Reichtum und den Freuden des Lebens und bringen keine Frucht zur Reife. Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld. Niemand aber zündet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gefäß oder setzt es unter eine Bank; sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf dass, wer hineingeht, das Licht sehe. Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird, auch nichts geheim, was nicht bekannt werden und an den Tag kommen wird.
9. Februar 2025
Text:
Johannes Rammelmann
Fotos:
Johannes Rammelmann,
Gunnar Schreiner
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