Am 13. August 2026 durfte sich die Gemeinde Mertesdorf über den Besuch unseres Apostels zum Wochen-Gottesdienst freuen. Apostel Gert Opdenplatz hielt den Gottesdienst mit dem Bibelwort aus dem 5. Kapitel des Epheser Briefes, wo es in Vers 20 heißt: „Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“
Gründe für Dankbarkeit
Zu Beginn des Gottesdienstes hat der Chor das Lied „Du großer Gott“ angestimmt, in dessen Refrain besungen wird, dass unsere Herzen ihm zujauchzen: „Wie groß bist du!“.
Unser Apostel hat anschließend davon berichtet, dass er dieses Lied mit einem sehr bewegenden Erlebnis verbindet: Er war auf einer Reise in Afrika unterwegs und auf dem Weg in ein entlegenes Dorf, wo er mit den Geschwistern Gottesdienst feiern wollte. Durch den beschwerlichen Weg und verschiedener Umstände kam es dazu, dass sie sich stark verspäteten und der Gottesdienst schon längst begonnen haben sollte. Unser Apostel hatte dem ihn begleitenden Bischof gesagt, dass es wahrscheinlich schon viel zu spät sei, und die Geschwister sicherlich schon längst wieder zu Hause wären, aber der Bischof bestärkte ihn darin, die Reise zu dem Dorf trotzdem fortzusetzen. Schließlich kamen sie erst mehrere Stunden nach dem geplanten Gottesdienstbeginn an dem Kirchengebäude an, und zum Erstaunen und zur Freude unseres Apostels war die komplette Gemeinde noch versammelt, und hatte auf sein Eintreffen mit seiner Begleitung gewartet. Als sie eintrafen, sang die Gemeinde gerade dieses besagte Lied.
Unser Apostel berichtete von der Freude, die er selbst dabei erleben durfte, aber auch von der Freude, die diese gläubigen Geschwister in dieser Gemeinde ausstrahlten, obwohl die Menschen in dieser Gegend in Afrika in eher ärmlichen Verhältnissen und Schwierigkeiten leben müssen. Ihre Freude kommt aus den Erfahrungen und dem Erleben mit Gott, sowie der Zuversicht und dem festen Glauben, dass er alle Tage mit uns ist und für uns sorgt. So dürfen auch wir Gott loben und dankbar dafür sein, was wir schon alles mit unserem Gott erleben durften, was er uns alles schon geschenkt hat und täglich schenkt.
Dankbarkeit als Grundhaltung
Die Fähigkeit dankbar zu sein trotz schwierigen Verhältnissen kommt nicht aus uns selbst heraus, sondern hat ihren Ursprung im Heiligen Geist, der sich als unser Tröster und Helfer offenbart. Er richtet unseren Blick auf das Wesentliche und gibt uns Orientierung auf dem Weg zum Ziel unseres Glaubens. Dankbarkeit hat seine Wurzeln in der unverdienten Liebe Gottes zu uns und der Erlösung, die uns durch Jesus Christus zuteil wird.
Unser Apostel nannte einige Beispiele und führte dazu aus, dass es zu Situationen in unserem Leben kommt, die uns schwer zu schaffen machen, die wir auch nicht immer verstehen. Dabei dürfen wir aber erleben und die Gewissheit haben, dass der liebe Gott uns nicht alleine lässt, sondern uns gerade auch in solchen Situationen stets besonders nahe ist und uns Kraft und Trost schenkt. Diese Gewissheit kann uns einen neuen Blick auf das Leiden eröffnen, denn Gott kann uns auch im Leid einen Hoffnungsraum eröffnen und uns stärken sowie Erkenntnis schenken. Die Erkenntnis, was Gott schon alles für uns getan hat, heute noch macht, und was er noch alles für uns bereithält, ermöglicht es uns, Dankbarkeit als eine Grundhaltung anzunehmen, unabhängig von den Umständen, mit denen wir vielleicht zu kämpfen haben. Unser Apostel hat die Gemeinde entsprechend dazu aufgerufen, als Christen eine solche Dankbarkeit zu Gott als Grundhaltung anzunehmen und unseren Fokus auf das auszurichten, was der liebe Gott uns alles geschenkt hat und schenkt. So können wir Gott allezeit dankbar sein, vor allem auch im Hinblick auf seine Verheißung und unser Glaubensziel, dass Gott uns ein ewiges Leben mit sich in Aussicht gestellt hat, welches mit der Wiederkunft Jesu Christi beginnen wird.
Heiliges Abendmahl
Auf Grund der hohen Temperaturen hat unser Apostel auf einen Predigtbeitrag verzichtet, und hat nach einem Chorbeitrag gleich mit der Vorbereitung auf das Heiligen Abendmahl begonnen: Er stellte in den Mittelpunkt, dass wir uns immer wieder bewusst machen sollten, was Jesus für uns getan hat und was das Großartiges für uns bedeutet. Mit seinem selbstlosen Opfer aus reiner Liebe zu uns hat Jesus uns die Möglichkeit zur Erlösung und zum ewigen Heil ermöglicht – das mag auch große Dankbarkeit in unseren Herzen auslösen und uns mit der entsprechenden Haltung zum Heiligen Abendmahl gehen dürfen.
Musikalische Gestaltung
Der Jugendchor und die Jugend des Kirchenbezirks Trier waren zu diesem Gottesdienst eingeladen. Somit durfte sich die Gemeinde auch besonders darüber freuen, dass es einen Chor für diesen Gottesdienst gab, da meist kein Chor mehr vorhanden ist, und die Gemeinde daher sonst Chorlieder mit der gesamten Gemeinde singt. Der Jugendchor hat den Gottesdienst mit schönen und bewegenden Liedern bereichert und so zur Freude und Dankbarkeit unter den Geschwistern beigetragen.
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