Der Karfreitag ist für neuapostolische Christen kein Trauertag. Klar, Jesus starb am Kreuz. Und wofür? Zur Erlösung der Menschen, um den Menschen die Vergebung der Sünden zu ermöglichen. Das ist kein Grund zu trauern. Jesus nahm lediglich vorübergehend Abschied von der Erde. Entsprechend froh war auch die Stimmung in dem Gottesdienst, den Bischof Pascal Strobel für die Gemeinden Trier und Bitburg am Karfreitag 2026 in Trier durchführte. Und es gab eine besondere Überraschung.
Dem Gottesdienst lag ein Bibelwort zugrunde aus Johannes 19, Vers 30: „Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.“
Die Bedeutung von Karfreitag
Nach dem Chorlied folgte eine Bibellesung aus Markus 15, die Verse 22-39. In seiner Predigt ging der Bischof auf die Bibellesung ein und schilderte eindrücklich, wie sich Jesus als Mensch gefühlt haben musste, als er von vielen verspottet wurde. Weiterhin stellt er auch klar, was der Opfertod Christi für die Menschheit bedeutete. Als Jesus verschied, zerriss der Vorhang im Tempel, sodass ab da der Menschheit Zugang zum Allerheiligsten im Tempel gewährt wurde.
Widersprüche im Karfreitags-Geschehen?
Im ersten Predigtbeitrag wies Priesterin Manuela Backes auf die Psalmen hin. Hier wurde die Kreuzigung schon lange vor unserer Zeitrechnung detailliert beschrieben. Eigentlich könnte man meinen, in der Kar-Geschichte gäbe es Widersprüche. Zum Einen spricht Jesus, dass er seinen Vater um Legionen von Engeln bitten könnte. Anderseits rief er am Kreuz „Mein Gott! Warum hast du mich verlassen.“ Aber dieser Opfertod war die Voraussetzung zur Gnade für die Menschheit.
Karfreitags-Geschehen mit Priester Krumm
Im zweiten Predigtbeitrag erwähnte Priester Thomas Bohr, dass er den anwesenden Priester Jürgen Krumm aus Lünen zum Karfreitags-Geschehen erleben durfte. Das hat ihn doch wohl sehr beeindruckt.
Die Überraschung
Nach Sündenvergebung und Abendmahl rief der Bischof den erwähnten Priester Krumm nach vorne an den Altar. Dass Priester Bohr den Namen vorher erwähnte, war reiner „Zufall“, denn er, wie auch fast alle Anwesenden, wussten nichts von der folgenden Verabschiedung des Priester Krumm aus dem Bezirk. Auch Priester Krumm nicht.
Der Bischof teilte der Gemeinde mit, dass Priester Krumm noch den Oster-Gottesdienst in Bitburg halten wird. Das wird im Bezirk Trier sein letzter Gottesdienst sein, den er durchführen wird. Danach folgt noch ein Gottesdienst in Lünen, und dann wird er in den Ruhestand verabschiedet. Im Bezirk Trier half er viele Jahre trotz Urlaub in der Gemeinde Bitburg aus. Als Anerkennung für seine wertvollen Dienste und als Dank erhielt er von den Bezirksämtern ein Weinpräsent.
Anschließend hatten alle Anwesenden die Möglichkeit, sich vom Bischof, seiner Begleitung und Priester Krumm zu verabschieden.
3. April 2026
Text:
Johannes Rammelmann
Fotos:
Johannes Rammelmann
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