Am Sonntag, dem 28.12.2025 hielt Apostel Gert Opdenplatz den Gottesdienst zum Jahresschluss 2025 in der Gemeinde Trier. Grundlage seiner Predigt war das Wort aus Psalm 103, 2: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“
Dankbarkeit im Rückblick – der Jahresabschluss als Moment des Innehaltens
Zu Beginn des Gottesdienstes sang der Chor das Lied 133 aus dem Chorbuch „Anbetung, will ich, Herr, dir bringen“. Der Apostel dankte dem Chor für diese gesungene Anbetung Gottes. Wie man in einem Kalender oder Jahrbuch auf besondere Momente des Lebens schaut, so sei der Jahresabschluss ein guter Zeitpunkt, im „Jahrbuch der Güte Gottes“ zu blättern.
Trotz persönlicher Sorgen und manchem Leid, dass das vergangene Jahr geprägt haben mag, habe Gott in vielfältiger Weise Gutes getan:
– Kinder wurden geboren und getauft,
– Gläubige empfingen das Sakrament der Heiligen Versiegelung,
– und in jeder Gemeinde wurde immer wieder die Gegenwart Christi erfahrbar.
All dies sei „kein Selbstverständnis, sondern ein Geschenk der Gnade Gottes“.
Gottes Güte als Wesensmerkmal – Kraftquelle für das neue Jahr
Apostel Opdenplatz erinnerte daran, dass Gottes Güte nicht erzwungen sei, sondern seinem Wesen entspreche: „Gott ist gut – durch und durch.“ Gott tröste, richte auf und schenke Zuversicht. Jede Begegnung mit ihm – im Wort, im Sakrament oder in der Gemeinschaft – sei Ausdruck dieser göttlichen Güte.
Ein besonderes Augenmerk legte der Apostel auf die tiefen Einblicke, die Gott im Laufe des Jahres schenkt: Momente, in denen im Gottesdienst ein bekanntes Bibelwort plötzlich in neuer Tiefe verstanden wird, oder in denen der Heilige Geist das Herz berührt und „einen ganzen Kronleuchter aufgehen lässt“.
Gutes empfangen – Gutes weitergeben
In Anlehnung an das Jahresmotto „Es ist Zeit, Gutes zu tun“ machte der Apostel deutlich, dass Gott sein Gutes in die Herzen der Gläubigen ausgießt, damit sie es weitergeben können. Auch das kleine Gute, das jeder beitragen kann, habe große Wirkung, denn: Gott könne aus Wenigem viel machen – wie in der biblischen Speisung der Fünftausend, die der Apostel bildhaft in Erinnerung rief.
Selbstprüfung und Vergebung – ein Schritt zur inneren Erneuerung
Ein weiterer Schwerpunkt war die Einladung zur Selbstprüfung. In Anlehnung an Gedanken des Stammapostelhelfers ermutigte Apostel Opdenplatz dazu, ehrlich zu fragen:
– Wo habe ich vielleicht andere verletzt?
– Wo sollte ich um Vergebung bitten?
Das Wort Jesu aus Lukas 17 — siebenmal vergeben und ebenso siebenmal um Vergebung bitten — wurde als anspruchsvolle, aber heilsame Aufgabe für jeden Christen hervorgehoben.
Gutes tun – heute und in Zukunft
Der Apostel richtete den Blick sowohl auf das Heute als auch auf die Zukunft. Die „beste Zeit, Gutes zu tun“ werde im kommenden Friedensreich ihren Höhepunkt finden, beginne jedoch bereits jetzt. Dazu gehöre, sich selbst Gutes zu tun, indem man das Angebot Gottes annimmt – den Gottesdienst, das Wort, das Sakrament, die Gemeinschaft – und dieses Gute anschließend dem Nächsten weiterzugeben: durch Anteilnahme, durch ein tröstendes Wort oder einfach durch ehrliche Dankbarkeit.
Christus – die Quelle allen Guten
Der Ausblick des Gottesdienstes galt dem Wiederkommen Christi, der die Seinen zu sich nehmen und das „Beste aller Güter“ schenken wird: die unmittelbare Gemeinschaft mit Gott, das Wiedersehen mit allen Lieben und das Eintauchen in die göttliche Herrlichkeit. Mit einem wörtlichen Zitat des Stammapostelhelfers fasste Apostel Opdenplatz die Botschaft des Gottesdienstes zusammen: „Warte nicht – handle jetzt. Das ist die schönste Weise, den Herrn zu loben.“
Priesterin Manuela Backes griff in Ihrem Predigtbeitrag das Thema „Jahrbuch“ auf und stellte die Frage in den Raum: „Was sieht Gott wenn er uns anschaut?“ Sie erinnerte daran, dass Gott uns nicht mit dem Blick auf unser Scheitern anschaut, sondern uns mit Gnade und Barmherzigkeit „krönt“. Sie ermutigte dazu, das vergangene Jahr ehrlich zu reflektieren, Vergebung anzunehmen – von Gott, von anderen und auch von sich selbst. Das letzte Abendmahl des Jahres wurde als Einladung verstanden, alles Belastende hinzulegen und sich voller Vertrauen auf das kommende himmliche Fest zu freuen.
Priester Florian Stricksner griff den Gedanken des „Zurückblickens“ auf und gab den Hinweis zu betrachten, wer uns auf unserem Lebens- und Glaubensweg begleitet und uns nicht alleine gelassen hat. Wenn wir zurückschauen und unsere Vergangenheit betrachten, wird uns eventuell auch bewusst, wie wenig wir in dem einen oder anderen Bereich gemacht haben. Der liebe Gott zeigt uns jedoch keine Statistik auf, was wir in diesem Jahr nicht richtig gemacht haben. Priester Stricksner hob in diesem Zusammenhang hervor, wie dankbar wir sein dürfen, dass Gott uns immer wieder Gnade schenkt und das die Sündenvergebung, welche wir in jedem Gottesdienst erleben dürfen, nicht selbstverständlich ist.
Eingeladen zu diesem Gottesdienst waren fast alle Gemeinden aus dem Kirchenbezirk Trier. Der Gottesdienst wurde aus der Kirche in Trier via IPTV und Youtube übertragen.
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