In Trier gab es für den Bezirksapostel viel zu tun. Das Einzige, was fehlte, war die Taufe. Ansonsten waren in dem Gottesdienst am 17. August 2025 alle Sakramente vertreten. Und der Bezirk wurde reich beschenkt.
Das Thema des Gottesdienstes steht in der Überschrift: „Zankt nicht“. Als Grundlage diente eine Bibelstelle aus 1. Mose 13, Vers 8: „Da sprach Abram zu Lot: Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder.“
Der Bezirksapostel begann seine Ausführungen mit der Frage: „Wie wird man glücklich im Leben?“ Und er gab auch darauf gleich die Antwort: Selig, wer sich allzeit auf den Heiland verlässt. Dieser Satz bezog sich auf das Lied des Chores nach dem Textwort: „Der Heiland sorgt für dich“.
Es soll kein Zank sein … denn wir sind Brüder
Auf den ersten Blick ein schönes Wort, auf den zweiten Blick irgendwie unlogisch. Abraham war der Onkel von Lot und nicht sein Bruder. Die Zwei sollten aus ihrem Land ausziehen in ein anderes Land – mit ihren Familien. Die Familien, das war nicht so wie heute, das waren Großfamilien mit Eltern, Großeltern, Kinder, Kindeskinder, und dazu noch alle Bediensteten und das ganze Vieh. Das waren schon richtige Großfamilien.
Unterwegs unterhielten sich Abraham und Lot bis kurz vor der Ankunft. Es gab da zwei Ländereien, nämlich das fruchtbare Jordantal und das Land daneben, das nicht so fruchtbar schien. Eigentlich hatte Abraham als der Ältere das Vorzugsrecht. Aber Lot wollte unbedingt ins Jordantal. Abraham wollte keinen Streit. Und so sagte er das im Textwort Vorgelesene. Später stellte sich heraus, dass im Jordantal immer wieder Überfälle stattfanden. Die Städte im Jordanland wurden zu Sodom und Gomorra.
Die heutige Zeit
Der Bezirksapostel rief die Gemeinden zu Frieden auf. Der Unfriede will doch nur von Gott trennen. Wer unfriedlich ist, kann nicht ins Reich Gottes eingehen.
Wir sollten uns prüfen:
- habe ich übermäßiges Streben nach Materiellem (z.B. der Nachbar ein neues Auto!)
- Jesus sagte in der Bergpredigt: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes (das Lied „Der Heiland sorgt für dich)
- Eine weitere Wurzel ist Neid und Ungunst
- Wie das endet, wissen wir von Kain und Abel
- Warum habe ich nicht die Gabe, die andere haben? Das gibt innere Unzufriedenheit
Lasst uns demütig bleiben, dazu rief der Bezirksapostel auf. Die neue Kreatur will Frieden stiften und halten. Führen wir Glaubensgespräche, aber keine sinnlosen Diskussionen. Vor allem, versuchen wir nicht, andere mit unserer eigenen Meinung zu „impfen“.
Predigtbeiträge
Zunächst wurde Priester Norbert Bastian stellvertretend für alle drei zukünftigen Ruheständler zu einem Predigtbeitrag an den Altar gerufen. Er führte aus, dass Abraham wegen Sodom und Gomorra mit Gott gerungen hat. Das ist ihm auch gelungen, bis auf Lots Frau. Wir wollen uns ernsthaft darum bemühen, am Tag des Herrn dabei zu sein. Dazu sollen wir das Zeugnis unseres Glaubens freudig hinaustragen.
Im zweiten Predigtbeitrag schwärmte Apostel Opdenplatz vom Blumenschmuck am Altar. Mitten auf dem Altar waren drei Sonnenblumen zu sehen, die wohl die Dreieinigkeit Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist darstellen sollten. Und wenn man von da aus in die große Gemeinde blickt, ist das großartig. Sein Predigtbeitrag endete mit dem Satz „Frieden ist Vollendungsarbeit“.
Nach einer kurzen Einleitung und dem Gemeindegesang des Bußliedes folgte das gemeinsame Gebet „Unser Vater“ und die Freisprache von Sünden.
Viele Handlungen – viel Arbeit
Die erste Handlung war die Heilige Versiegelung des kleinen Marlon, die Spendung des Geistes Gottes durch Handauflegung. Nun folgte mit der zweiten Handlung das Heilige Abendmahl für die ganze Gemeinde.
Für die Empfangnahme der Hostien im Abendmahl für die Entschlafenen hatte der Bezirksapostel die beiden anderen zukünftigen Ruheständler, Priester Rüdiger Bodtke und Priester Ralf Weiland, ausgewählt.
In der dritten Handlung wurden Priester Bastian, Priester Bodtke und Priester Weiland zunächst von ihren aktiven Aufgaben entbunden und anschließend in den Ruhestand versetzt, verbunden mit herzlichen Dankesworten und einem zum Altarschmuck passenden Blumenstrauß.
In den Handlungen vier, fünf und sechs folgten Ordinationen und Beauftragung:
Bruder Bernhard May wurde zum Diakon ordiniert.
Diakonin Manuela Backes empfing in der Ordination das Amt einer Priesterin.
Priester Florian Stricksner, einer der stellvertretenden Bezirksvorsteher, wurde zusätzlich zum Gemeindevorsteher für Traben-Trarbach beauftragt.
Zukünftiges im Bezirk Trier
Nach dem Schlussgebet und dem Schlusslied des Chores wandte sich der Bezirksapostel nochmals an die Gemeinde. Er sagte, er würde am. 24. Juni 2026 erneut in die Gemeinde Trier kommen.
Dann wird der jetzige Bezirksvorsteher, Bezirksältester Jürgen Raudzus, wegen Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand versetzt. Neuer Bezirksvorsteher soll dann Hirte Thomas Stüber werden.
Eingeladen waren die Gemeinden Mertesdorf, Hermeskeil, Wadern, Schmelz, Baumholder, Idar-Oberstein, Traben- Trarbach und Konz. In die restlichen Gemeinden des Bezirks wurde der Gottesdienst per IPTV übertragen, da der Platz in der Kirche in Trier nicht für alle ausreicht.
17. August 2025
Text:
Johannes Rammelmann
Fotos:
Frank Meier-Gerwig,
Gernot Surges
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