Am Feiertag Christi Himmelfahrt fand in der Gemeinde Wadern ein festlicher Bezirksgottesdienst für den gesamten Bezirk Trier statt. Rund 100 Gottesdienstteilnehmer waren vor Ort versammelt, zusätzlich verfolgten etwa 40 Gemeindemitglieder den Gottesdienst per IPTV-Übertragung von zu Hause aus oder aus den angeschlossenen Gemeinden. Die große Gemeinschaft verlieh dem Feiertag einen besonders würdigen Rahmen.
Musikalischer Auftakt
Zu Beginn stimmte der Chor die Gemeinde mit dem Lied Nr. 71 aus dem Gesangbuch „Der Herr fährt auf zum Himmel“ ein. Die kraftvolle musikalische Gestaltung bereitete die Herzen auf das besondere Fest und die anschließende Wortverkündigung vor.
Bibelwort und Lesung
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Johannes 16,28 zugrunde: „Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“
Ergänzend wurde in der Bibellesung die Bibelstelle aus Markus 16,14–19 gelesen, die von der Erscheinung des Auferstandenen und Himmelfahrt Christi berichtet.
Predigt – Die Wiederkunft Christi im Mittelpunkt
Bezirksältester Jürgen Raudzus stellte in seiner Predigt heraus, dass die vier Evangelien erstaunlich wenig über das große Ereignis der Himmelfahrt berichten. Dabei sei es ein spektakulärer Moment gewesen – sichtbar für jene, die unmittelbar dabei waren.
Doch der Blick solle nicht nur auf das Geschehene gerichtet sein: Die Wiederkunft Christi sei die entscheidende Zukunftsperspektive für die Gläubigen. Der Bezirksälteste stellte der Gemeinde die eindringliche Frage: „Glaubst du das noch? Berührt es deine Seele?“
In der Vorbereitung auf den Gottesdienst war sein Augenmerk auf einen Vers wenige Zeilen nach dem Bibelwort gefallen. Aus Johannes 16,33 hob er hervor: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“
Diese Zusage gelte auch heute. Viele kämen mit Sorgen und Ängsten vor Gott – doch niemand müsse sich fürchten. Christus habe die Welt überwunden und begleite seine Kinder täglich neu.
Prioritäten setzen – Gott im Mittelpunkt
Ein weiterer Schwerpunkt der Predigt war die Frage nach den Prioritäten im Leben. Ein „Rezept“ dafür sei in Matthäus 6,33 zu finden: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“
Der Bezirksälteste ermutigte die Gemeinde, das Werk Gottes bewusst zum Lebensmittelpunkt zu machen und sich der eigenen Erwählung neu bewusst zu werden. Auch im zukünftigen Friedensreich bleibe der Auftrag bestehen, die frohe Botschaft weiterzutragen und von dem zu berichten, was Gott an seinen Kindern getan hat und noch tun wird.
Zum Abschluss seiner Predigt rief er dazu auf, die Himmelfahrt Christi vor dem inneren Auge lebendig zu halten. Dann werde der Glaube zum Schauen, und die Gläubigen dürften den Sohn Gottes sehen, wie er ist.
Wortbeiträge der Amtsträger
Priester Strobel aus der Gemeinde Idar-Oberstein richtete den Blick besonders auf Gott, den Vater. Er sei ewig, unveränderlich und Quelle aller Kraft. In ihm fänden die Gläubigen einen Raum der Ruhe und Sicherheit.
Priester Stricksner legte seinen Schwerpunkt auf das Ewige Leben und die Gnade, Teil an Gott haben zu dürfen. Einheit im Glauben, ein gemeinsames Ziel und die Gemeinschaft mit Gott seien bereits heute erfahrbar und sollten im Herzen fest verankert werden.
Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl
Hirte Stüber zeichnete ein tröstliches Bild: Gott ist bei dir, er hilft dir und er ist dir treu. Die Voraussetzung sei, dass auch die Gläubigen Gott die Treue halten. Aus dieser gegenseitigen Treue erwachse die Kraft, die im Heiligen Abendmahl geschenkt wird.
Wechsel in der Bezirkskinderseelsorge
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde Schwester Waldecker aus ihrer Aufgabe als Bezirkskinderbeauftragte verabschiedet. Über viele Jahre hatte sie dort mit großer Liebe gewirkt und „Spuren“ in vielen Kinderherzen hinterlassen. Bezirksältester Raudzus dankte ihr herzlich für ihren treuen Einsatz und der Bezirk darf sich auch weiter freuen, da unsere Schwester weiter im Team „Kinderseelsorge“ aktiv bleiben wird.
Anschließend wurde Diakonin Hillen zu der Aufgabe der Bezirkskinderbeauftragten ernannt. Mit einem klaren und freudigen „Ja“ nahm sie die neue Aufgabe an. Als Zeichen der Dankbarkeit erhielt Schwester Waldecker zum Abschluss noch einen schönen, bunten Blumenstrauß.
Der Gottesdienst endete mit Gebet und dem Schlusssegen. Die Gemeinde blickte dankbar auf einen tief bewegenden Himmelfahrtsgottesdienst zurück, der Glauben, Hoffnung und Gemeinschaft auf besondere Weise gestärkt hat.
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